Wolken zwischen Poesie und Politik: Die Kunsthalle Emden widmet dem Himmel in all seinen Facetten eine große Ausstellung. Mit rund 100 Werken aus über 150 Jahren lädt sie zu einer atmosphärischen Entdeckungsreise durch Kunst, Naturwahrnehmung und Gegenwartsfragen ein.

Wer hat sich nicht schon einmal verträumt im Anblick des Himmels verloren, ein Gesicht in den Wolken entdeckt oder wechselnde Lichtphänomene bestaunt? Wolken faszinieren durch ihre Flüchtigkeit und ihre fragile Anmut. Mal leicht und schwebend, mal schwer und bedrohlich spiegeln sie unsere Stimmungen. Seit Jahrhunderten inspirieren Wolken die Kunst. Sie stehen für Göttliches, erhabene Naturschönheit und Atmosphäre, für Vergänglichkeit und Sehnsucht – und heute auch für Klimawandel, Umweltzerstörung und Krieg.

Die Kunsthalle Emden widmet dem vielschichtigen Thema eine umfangreiche Ausstellung, die zugleich eine Hommage an den ostfriesischen Himmel ist. Gezeigt werden Werke aus verschiedenen Epochen und Gattungen, von der klassischen Landschaft bis zur zeitgenössischen Installation. Der Himmel lässt sich so in seiner poetischen wie politischen Dimension neu entdecken – aber auch als Spiegel des Inneren und als Zeichen unserer Zeit verstehen.

Die Ausstellung präsentiert gut einhundert Werke aus mehr als 150 Jahren von über 30 internationalen Künstlerinnen und Künstlern – unter anderem von Gerhard Richter, Yoko Ono, Gabriele Münter und Franz Radziwill. Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften macht deutlich: Wolken berühren uns nicht nur emotional, sie fordern uns auch zum Nachdenken auf – über unser Verhältnis zur Natur, zur Welt und zu uns selbst.
24. Mai bis 2. November 2025

kunsthalle-emden.de