Mit Jugendstilfassade, drei Bühnen und über 500 Jahren Theatertradition ist das Theater Lübeck ein kultureller Leuchtturm der Hansestadt – ein Haus, in dem Architektur, Musik und Schauspiel lebendig verschmelzen.

Das Theater Lübeck steht auf der zentral gelegenen Beckergrube und vereint heute drei Spielstätten in einem Bau: das Große Haus, die Kammerspiele und das Studio. Im Großen Haus mit rund 800 Plätzen werden große Opern und Musiktheaterproduktionen gezeigt; die Kammerspiele bieten Raum für Schauspiel-Inszenierungen in intimerer Umgebung, das Studio ist flexibel nutzbar für experimentelle Formate.

Der heutige Theaterbau wurde 1908 im Jugendstil nach Entwürfen von Martin Dülfer eröffnet und gilt als einer der schönsten Theaterbauten Norddeutschlands. Die Sandsteinfassade wird durch ein Relief geschmückt: Apollo und die neun Musen, Komödie und Tragödie sind zentrale Motive des künstlerischen Äußeren. Das Haus ist damit nicht nur Bühne, sondern selbst Architekturdenkmal. Schon seit über 500 Jahren gehören Theatervorstellungen zur Lübecker Kulturlandschaft. Seit etwa 250 Jahren finden Aufführungen an der Beckergrube statt – der heutige Bau folgt einer langen Tradition, die sich durch Vorgängerbauten wie das Casinotheater und frühere Theateranlagen zog. Auch Thomas Mann nahm auf diese Historie Bezug in seinem Roman Buddenbrooks.

Das Angebot des Theaters ist vielfältig: Oper, Musiktheater, Schauspiel, Konzerte mit dem Philharmonischen Orchester und Jugendformate. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen von hoher künstlerischer Qualität und starker regionaler Bedeutung. Reges Theaterleben, hochwertige Ausstattung und ein klarer architektonischer Charakter machen das Theater Lübeck zu einer Sehenswürdigkeit – nicht nur für Kulturinteressierte, sondern für alle, die Architektur und Szene erleben wollen.

www.theaterluebeck.de