Am Ursprungsort der Moderne: Im Bauhaus Museum Weimar begegnet man den Wurzeln des Gestaltungsgedankens – und entdeckt, wie die Ideen von 1919 bis heute unser Wollen, Bauen und Zusammenleben prägen.

Das Bauhaus Museum Weimar in der Thüringer Klassikerstadt ist ein einzigartiges Haus, das der einflussreichen Kunst-, Design- und Architekturschule gewidmet ist, die hier 1919 von Walter Gropius gegründet wurde. Mit einem weltweit einmaligen Bestand – rund 13.000 Objekte aus Lehre und Werkstatt des Bauhauses – bietet das Museum einen tiefen Einblick in eine Bewegung, die die Gestaltung des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusste.

Der markante Neubau von 2019 mit klarem Kubusdesign und großzügiger Raumstruktur spiegelt selbst die Prinzipien der Bauhaus-Ästhetik: Funktionalität, Reduktion, Präzision. Auf etwa 2.000 m² Ausstellungsfläche kann man in fünf Ebenen durch Themen wie „Wie wollen wir zusammenleben?“, „Experiment und Alltag“ oder „Kunst trifft Technik“ wandern.

Die Präsentation vereint Originalobjekte – darunter Möbel von Marcel Breuer, Krüge von Marianne Brandt sowie Werke von Paul Klee und László Moholy‑Nagy – mit interaktiven Vermittlungsformaten, die den Besucherinnen und Besuchern ermöglichen, die Gestaltungsprozesse selbst zu entdecken. Damit wird das Museum nicht nur als Ausstellung gedacht, sondern als Ort des Nachdenkens und Mitgestaltens.

Ein Besuch im Bauhaus Museum Weimar heißt also: Geschichte spüren – und Zukunftsdenken erleben. Hier treffen Architektur, Design und Gesellschaft aufeinander, in einem Museum, das selbst Teil der Moderne ist und gleichzeitig ein Fenster für morgen öffnet.

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