Goethes „Faust“ neu gedacht: Das Schiller-Museum in Weimar befreit den Klassiker aus dem Staub der Schullektüre und verwandelt ihn in ein sinnlich erlebbares Experiment über Mensch, Macht und Moral – interaktiv, überraschend und aktuell wie nie.
Von wegen verstaubte Pflichtlektüre: Mit der Ausstellung „Faust“ im Schiller-Museum wird Goethes berühmtestes Werk zu einem multimedialen Erlebnisraum. Hier begegnet man nicht nur dem krisengeplagten Gelehrten Heinrich Faust und seinem teuflischen Gegenspieler Mephisto, sondern auch zeitlosen Fragen nach Wissen, Macht, Natur und Verantwortung – Themen, die heute aktueller wirken als je zuvor.
Die Ausstellung setzt dabei auf moderne Formen der Vermittlung: Typografische Experimente, Videoinstallationen und eine Collage aus historischen und zeitgenössischen „Faust“-Verfilmungen eröffnen neue Perspektiven auf die Tragödie. In Zusammenarbeit mit dem Comic-Künstler Simon Schwartz, der Grafikerin Ariane Spanier und Expert*innen der Deutschen Kinemathek entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Literatur, Kunst und Popkultur.

Teil der großen Sammlung Johann Wolfgang von Goethes © Klassik Stiftung Weimar
Thematische Inseln führen durch zentrale Motive wie Naturbeherrschung, Geschlechterrollen und Kapitalismus – und zeigen, wie stark Goethes Werk unsere Gegenwart spiegelt. Besonders eindrucksvoll sind die Objekte aus Goethes eigener Natur- und Kunstsammlung, die veranschaulichen, was den Dichter beim Schreiben inspiriert hat.
„Faust. Eine Ausstellung“ ist eine Einladung, den Stoff neu zu entdecken – für Kenner, Zweifler und alle, die sich fragen, warum dieser Klassiker immer noch mitten ins Heute trifft. Ein Besuch, der Literatur lebendig werden lässt und zeigt, dass Fausts Suche nach Erkenntnis auch die unsere ist.
1. Mai 2025 bis 1. November 2027
















