Zwischen Selbstinszenierung und Klangrausch: Richard Strauss’ „Ein Heldenleben“ entfaltet sich als musikalisches Monument – flankiert von Dora Pejačevićs fein schattierten Liedern, die emotionale Tiefe und lyrische Intimität hinzufügen.

Mit seinem „Heldenleben“ setzte sich der gerade einmal 34-jährige Richard Strauss ein klingendes Denkmal. In sinfonischer Überwältigung zeichnet er das Porträt eines Künstlers, der kämpft, triumphiert, liebt – und über sich selbst hinauswächst. Zwischen Pathos und Ironie begegnen wir dem Helden ebenso wie seinen Widersachern, den Kritikerstimmen und der temperamentvollen Ehefrau Pauline, die in einem zarten Geigenmotiv Gestalt annimmt. Strauss’ Meisterschaft in der Orchestrierung verwandelt persönliche Erfahrungen in ein kraftvolles Klangpanorama, das in „Weltflucht und Vollendung“ mündet.

Dora Pejačević, eine der bedeutendsten Komponistinnen ihrer Zeit, bietet dazu ein poetisches Gegengewicht. Ihre Lieder, reich an Klangfarben und innerer Spannung, verweben empfindsame Melodik mit feiner seelischer Beobachtung. Wo Strauss die großen Gesten sucht, findet Pejačević die leisen, nachhallenden Töne – eine Begegnung zweier musikalischer Welten, die sich in ihrer Emotionalität und Ausdruckskraft wunderbar ergänzen.
1. und  2. März 2026

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