Ein Programm, das die Vielfalt zeitgenössischer Bühnenkunst sichtbar macht und die Frage nach Identität auf große, leise und unerwartete Weise neu verhandelt.
Die Performing Arts Season 2025/26 der Berliner Festspiele bringt vom 16. Oktober 2025 bis 25. Januar 2026 internationale Stimmen aus Tanz, Theater und Performance zusammen. Die Saison versteht Identität nicht als festes Etikett, sondern als wandelbares Geflecht aus Erfahrungen, Perspektiven und Körpern – und lädt das Publikum ein, diese Bewegungen mitzudenken. Das Haus der Berliner Festspiele und der Gropius Bau bilden dabei die zwei zentralen Spielorte, die unterschiedliche Atmosphären erzeugen und den Produktionen viel Raum geben.
Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Künstlern und Ensembles aus Europa, Afrika, Asien und den Amerikas. Einige erzählen über Migration und Zugehörigkeit, andere über Erinnerung, Sprache oder die Frage, wie Körper Geschichten weitertragen. Manche Abende arbeiten mit großer choreografischer Kraft, andere sind reduzierte, fast intime Begegnungen. Genau diese Bandbreite macht die Saison aus: Sie zeigt, wie unterschiedlich Kunst heute Identität verhandelt – fragmentarisch, widersprüchlich, spielerisch, politisch.
Die Spielzeit versteht sich nicht als klassisches Festival, sondern als kontinuierliche Reihe, die Themen ineinanderfließen lässt. Zwischen den Produktionen entstehen Verbindungen, Übergänge und Spannungen. Gespräche, Installationen und begleitende Formate erweitern die Perspektiven, ohne die einzelnen Werke zu überfrachten.
Wer die Performing Arts Season besucht, erlebt daher nicht nur einzelne Inszenierungen, sondern eine kuratierte Bewegung durch Formen und Haltungen. Ein Panorama zeitgenössischer Bühnenkunst, das zeigt, wie offen und lebendig die performative Szene derzeit arbeitet – und wie gegenwärtige Fragen im Raum eines Theaters neues Gewicht bekommen können.
16. Oktober 2025 bis 25. Januar 2026











