Auf der Bühne des Staatstheater Kassel entsteht mit Zornfried eine neue Musiktheater-Uraufführung, die politische Gegenwartsfragen ins Zentrum rückt und aus der Geschichte heraus auf radikale Gegenwartsmuster blickt.
In Zornfried versammelt sich auf der fiktiven Burg Zornfried eine Gruppe von Vordenker*innen der sogenannten Neuen Rechten und eröffnet einen verstörenden Blick in die Dynamiken rechtspopulistischer Ideenwelten. Dort trifft völkisches Denken auf kämpferische Männlichkeitsrituale und entfaltet ein politisches Panorama, das gesellschaftliche Polarisierungen, Identitätskonzepte und die Verführungskraft von Ideologien dramaturgisch scharf konturiert.
In dieser Uraufführung verbindet sich zeitgenössische Musik mit theatraler Erzählkraft: Komponist Philipp Krebs und Librettist Jörg-Uwe Albig entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Ensemble und der Regie eine kraftvolle szenische Sprache, die Nähe und Distanz, Diskurs und Provokation auslotet. Zornfried fragt nach dem kollektiven Gestaltungswillen in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und lädt das Publikum ein, das wechselvolle Feld zwischen historischer Verantwortung und politischer Imagination unmittelbar zu erleben.
Premiere 18. April 2026
weitere Aufführungen: 23. April, 2., 9., 15. und 29. Mai 2026






