Auf der Bühne des Staatstheater Kassel erklingt mit Deutsche Symphonie ein historisch tief verankerter wie gegenwärtig dringlicher Musiktheater-Abend, der Widerstand, Utopie und gesellschaftliche Zwiespältigkeit in den Fokus rückt.

In Deutsche Symphonie bringt das Staatstheater Kassel die szenische Erstaufführung von Hanns Eislers groß angelegtem vokalsinfonischen Werk nach Texten von Bertolt Brecht und Ignazio Silone zur Aufführung – ein Stück, das zwischen Oratorium, politischem Lied und dramatischer Musik verortet ist und historische wie aktuelle Spannungsfelder auslotet. Unter der musikalischen Leitung von Kiril Stankow und in der Regie von Paul-Georg Dittrich nimmt die Produktion das Publikum mit auf einen klanglich wie inhaltlich dichten Parcours durch textliche und musikalische Reflexionen über Gesellschaft, Solidarität und Widerspruch, der über die Grenzen traditioneller Opernformen hinausweist.

Die Uraufführung findet im modernen INTERIM-Bau des Staatstheaters statt, jener flexibel gestalteten Spielstätte, die den temporären Theaterbetrieb während der Sanierung des Stammhauses ermöglicht und zugleich neue räumliche Perspektiven für große Musiktheaterproduktionen eröffnet. Deutsche Symphonie ist eingebettet in das Festival „Deutschland, Deutschland unter anderem“, das thematisch dem kulturellen Erbe des frühen 20. Jahrhunderts und dessen Nachwirkungen in die Gegenwart nachspürt und damit einen lebendigen Dialog zwischen Geschichte, Musik und politischem Bewusstsein eröffnet.
Uraufführung 30. Mai 2026

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