Ein Konzertabend, der große Formen und expressive Tiefen der Orchesterliteratur vereint: Das 8. Sinfoniekonzert im Großen Haus der Staatsoper Hannover bringt drei Klangwerke zusammen, die von barocker Struktur bis zu spätromantischer Symphonik reichen und dabei ein weites emotionales Spektrum eröffnen.
Eröffnet wird das Programm mit Auszügen aus Die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach – einem Werk, das mit strenger kontrapunktischer Logik und tiefem Ausdruck den intellektuellen und spirituellen Kern barocker Musik sichtbar macht. Daran schließt sich das Konzert für Violine und Orchester „Dem Andenken eines Engels“ von Alban Berg an, ein leidenschaftliches, hoch persönliches Werk der Zweiten Wiener Schule, das die Solostimme im dichten orchestralen Klangraum hervorhebt.
Den fulminanten Abschluss bildet die Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93 von Dmitri Schostakowitsch – ein Werk von überwältigender psychologischer Dichte. In dieser Symphonie bündelt Schostakowitsch nach dem Zweiten Weltkrieg dramatische Spannung, ironische Wendungen und innere Reflexion zu einem musikalischen Porträt, das zwischen Existenzfragen und Orchesterkraft changiert. Die 10. Sinfonie gilt als ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts und zeigt, wie Schostakowitschs Sprache aus Strenge und expressiver Wildheit zugleich spricht.
21. und 22. Juni 2026





