Das 9. Sinfoniekonzert des Theater Lübeck bildet den Abschluss der Saison mit einem nordisch geprägten Programm zwischen Entdeckung, Tradition und sinfonischer Strahlkraft.
Zum Saisonfinale widmet sich das Konzert der Musik Skandinaviens und vereint Werke aus Schweden, Dänemark und Finnland zu einem facettenreichen Klangbild. Dabei rückt auch weniger Bekanntes in den Fokus, etwa das Schaffen der schwedischen Komponistin Elfrida Andrée, die als erste ihres Landes den Schritt zur Sinfonik wagte. Mit ihrer Oper „Fritiofs Saga“ eröffnet sich ein Einblick in eine Musik, die zu ihrer Zeit kaum Gehör fand und heute neu entdeckt werden kann.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Posaunenkonzert von Launy Grøndahl aus dem Jahr 1924. Das Werk verbindet romantische Ausdruckskraft mit impressionistischen Klangfarben und nordischen Folkloreelementen und zählt zu den bedeutendsten Beiträgen für dieses Instrument. In Lübeck übernimmt der Solo-Posaunist des Philharmonischen Orchesters, Stephan Gerblinger, den Solopart.
Den Höhepunkt des Abends bildet Jean Sibelius’ Sinfonie Nr. 2, die während eines Aufenthalts in Italien entstand und dennoch als Inbegriff nordischer Klangsprache gilt. Aus ersten Skizzen, inspiriert von Dantes „Göttlicher Komödie“, entwickelte sich ein Werk von großer Strahlkraft, das bis heute zu den beliebtesten Sinfonien des Komponisten zählt.
So verbindet das Konzert Entdeckungen und Klassiker zu einem stimmigen Gesamtbild, das die musikalische Vielfalt Skandinaviens in all ihren Facetten erlebbar macht – als Abschluss einer Saison, die noch einmal die ganze Bandbreite sinfonischer Ausdruckskraft entfaltet.
28. und 29. Juni 2026
















