Zum ersten Mal wird München zum Schauplatz der Weltausstellung moderner Medaillenkunst: FIDEM XXXVIII bringt vom 15. bis 18. Oktober 2025 rund 500 Medaillen von 350 Künstlerinnen und Künstlern aus über 30 Ländern in die Stadt – ein intensives, dreitägiges Festival, das die globale Vielfalt der Medaillenkunst sichtbar macht. Parallel zur Weltausstellung zeigt die Staatliche Antikensammlungen München die Hauptausstellung „Unsere Mythen – Unsere Wurzeln“ mit ausgewählten Medaillen, die bis zum 25. Januar 2026 zu sehen sind. So erhalten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Werke auch über die offiziellen Veranstaltungstage hinaus in Ruhe zu entdecken.
Die Ausstellung eröffnet einen faszinierenden Dialog zwischen klassischer Form und zeitgenössischer Kleinplastik, in dem sich Tradition, Innovation und kulturelle Vielfalt begegnen. Von Europa über Ozeanien bis Asien und Amerika reflektieren die Kunstwerke unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle und zeitlose Themen – ein Kaleidoskop künstlerischer Visionen, das von politischen Statements bis zu sensiblen Auseinandersetzungen mit indigenen Kulturen reicht.

Unsere Mythen – Unsere Wurzeln © FIDEM
Die Medaille als Medium blickt auf eine über 500-jährige Geschichte zurück: Sie entstand in der Renaissance Italiens und fand in Deutschland mit Albrecht Dürer einen ihrer berühmtesten Vertreter. Historisch wie heute zeichnen Medaillen sich durch ihre Zweiseitigkeit aus: die Hauptseite präsentiert das Motiv, die Rückseite kommentiert, interpretiert oder erweitert es. In der Ausstellung zeigt sich die Vielfalt dieser Tradition exemplarisch: Deutsche und US-amerikanische Arbeiten greifen politische Themen auf, niederländische und lettische Positionen setzen avantgardistische Akzente, während japanische und neuseeländische Medaillen eine besondere Sensibilität für indigene Kulturen offenbaren.

Unsere Mythen – Unsere Wurzeln © FIDEM
Die Weltausstellung selbst wird von der Staatlichen Münzsammlung München in Zusammenarbeit mit der Fédération Internationale de la Médaille d’Art organisiert, unter der Schirmherrschaft von S.K.H. Herzog Franz von Bayern. Begleitend zur Ausstellung in den Antikensammlungen bietet das Rahmenprogramm Vorträge führender Medaillenkunstexperten, Workshops für Künstlerinnen und Künstler sowie weitere Präsentationen im Stadtgebiet. So entsteht ein vielschichtiges Bild der internationalen Medaillenkunst, das Vergangenheit, Gegenwart und kulturelle Identität in miniaturisierten, präzise gestalteten Objekten erlebbar macht.
Die Ausstellung macht deutlich, dass Medaillen weit mehr sind als kleine Erinnerungsstücke: Sie erzählen Geschichten, interpretieren Mythen neu und verbinden künstlerische Innovation mit historischen Wurzeln. Wer die Staatlichen Antikensammlungen besucht, kann in diesen kleinen Objekten große Erzählungen entdecken – und die mediale Kraft einer jahrhundertealten Kunstform erleben.
15. Oktober 2025 bis 25. Januar 2026
www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de

Unsere Mythen – Unsere Wurzeln © FIDEM






