Das 49. ZAC-Varieté, in der Waggonhalle wird ein Zauber-ZAC: Fantasievolle ZauberKunst der unterschiedlichsten Art gepaart mit Poesie, Spannung, Komik, Temperament und so weiter. Die Künstlerinnen und Künstler haben schon viel über das Marburger ZAC-Varieté gehört und freuen sich auf ihr Winterpublikum in Marburg.

Der Moderator der Show heißt Monsieur Brezelberger (sprich: Bresselberschee), er ist der Kugelblitz des Varietés, oder die Symbiose aus David Copperfield und Michael Schanze.
Wer Brezelberger im letzten Februar schon mal im Winter-ZAC erlebt hat, weiß um den schmalen Pfad zwischen genialer Zauberei und grandiosem Scheitern. Mit Leichtigkeit hatte der echt unechte Franzose das Publikum um den kleinen Finger gewickelt. Selbst bei riskantesten Experimenten verliert Monsieur nie die Contenance, höchstens seinen französischen Akzent. Kurzum: Comedy Magic Deluxe. Hinter Monsieur Brezelberger steckt Michael Leopold, ehemaliges Ensemblemitglied des Frankfurter Kabarett/Theater „Die Schmiere“ und Mitbegründer der mittlerweile zum Kult avancierten „Magic Monday Show“ die im Theater DIE KÄS nicht nur Montags stattfindet. Unterstützt wird er von Jaana Felicitas, der Magierin des Jahres 2022 und amtierende Deutsche Meisterin der Zauberkunst. Sie gilt momentan als Aushängeschild der deutschen Zauberkunst.
Ihre Darbietung des „Pas de Deux“ mit einem Stuhl ist in mehrfacher Hinsicht etwas gänzlich Neues. Nicht nur, dass es ungewöhnlich ist, einen Stuhl schweben zu lassen. Auch die Inszenierung als gemeinsamer Tanz in einer puristischen Szenerie ist einmalig.

Jaana Felicitas © Waggonhalle Marburg

Jaana Felicitas © Waggonhalle Marburg

Dazu kommt, dass Jaana Felicitas basierend auf ihrer umfangreichen tänzerischen Ausbildung eigene Wege geht, jenseits der klassischen Bilder der Zauberkunst. Schlichte, minimalistische Kleidung statt Glimmerjackett. Eine stimmige Inszenierung statt reißerischer Sensation. Und die Zeichnung eines authentischen Frauenbildes ohne Allüren und stereotype Ansätze, das den Aspekt des Frauseins gar nichts erst aufkommen lässt. Es ist die Selbstverständlichkeit ihres Tuns, die zu einem neuen Selbstverständnis beiträgt – und das in stiller Bescheidenheit.
1. bis 11. Februar 2024

www.waggonhalle.de