Im März 2026 wird Vaduz zum Klangraum eines außergewöhnlichen Jubiläums: Zum 125. Todesjahr von Josef Gabriel Rheinberger, dem bedeutendsten liechtensteinischen Komponisten, widmet das Rheinberger-Festival seiner hochästhetischen, von poetischer Innerlichkeit erfüllten Musik eine ganze Woche voller musikalischer Begegnungen. Das Festival lädt dazu ein, Rheinbergers Werk im Dialog mit den großen Stimmen und Instrumentalisten unserer Zeit neu zu entdecken – und eröffnet einen faszinierenden Blick auf die musikalische Welt der europäischen Romantik.
Den Auftakt bildet ein eindrucksvolles Orgelkonzert in der Pfarrkirche Schaan. Der renommierte deutsche Organist Hannfried Lucke lässt auf der großen Orgel ein Programm erklingen, das von Bach und Mozart über Liszt bis zu Sweelinck und Novák reicht – und natürlich Rheinberger selbst in den Mittelpunkt stellt. Eigene Improvisationen fügen diesem Eröffnungsabend eine besondere, zeitgenössische Note hinzu.

Josef Gabriel Rheinberger, Aufnahme vom Atelier Müller-Hilsdorf
Am folgenden Tag entfaltet sich ein kammermusikalisches Farbspiel mit zwei Konzerten: Das Trio Vecando spielt Werke von Rheinberger, Brahms und Jump. Im Abendkonzert präsentieren die Sopranistin Sinwon Kim, Klarinettist Franco Mettler sowie Sandra und Jürg Hanselmann Rheinberger-Lieder, Schubert und zeitgenössische Kompositionen.
Mit großer Spannung erwartet wird das Gastspiel des international gefeierten Minguet Quartetts. Gemeinsam mit Pianist Andreas Groethuysen widmet es sich Rheinbergers Streichquartett Nr. 2 und Brahms’ klangmächtigem Klavierquintett. Tags darauf begegnen sich das Quartett und das renommierte Duo Tal & Groethuysen in selten zu hörenden Werken für Klavier zu vier Händen und Streicher – darunter Rheinberger, Czerny und Schubert.

Minguet Quartett © Irène Zandel
Hanna Bachmann gestaltet einen hochkarätigen Klavierabend mit Rheinberger-Sonaten und Werken von Strauss. Das schweizerische Duo «Crescendo» setzt den pianistischen Schwerpunkt fort, bevor die Kammerphilharmonie Graubünden mit einer Uraufführung von Jürg Hanselmann und Rheinbergers Nonett glänzt.
Als krönender Abschluss erklingt das monumentale Oratorium Christoforus, interpretiert vom Chorseminar und Sinfonieorchester Liechtenstein – ein würdiger Höhepunkt für ein Festival, das Rheinberger mit neuer Leidenschaft ins Heute führt.
14. bis 22. März 2026
www.rheinberger.li/festival
















