Zwischen Oper, Schauspiel, Ballett und Jugendentheater – das Theater Kiel ist ein künstlerisches Spiegelbild der Fördestadt: vielfältig, traditionsreich und stets dem Dialog mit seinem Publikum verpflichtet.
Das Theater Kiel, getragen von Stadt und Land, ist ein eindrucksvolles Mehrspartenhaus mit den Sparten Musiktheater, Ballett, Schauspiel sowie Kinder- und Jugendtheater. Es gliedert sich räumlich in mehrere Bühnen – unter anderem das prächtige Opernhaus, das Schauspielhaus und das Theater im Werftpark.
Das Opernhaus, 1905 bis 1907 erbaut, liegt zentral neben dem Rathaus und gilt als eine der großen Bühnen Norddeutschlands. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde es in den frühen 1950er Jahren mit neuem Inneren wiederaufgebaut, wobei Elemente der modernen Gestaltung mit denkmalgeschützten Bauteilen verschmolzen. Seine Innenausstattung – gestaltet von Werner Kallmorgen – trägt bis heute den Charakter jener Wiedereröffnungszeit.

Schauspielhaus Kiel © Theater Kiel
Das Schauspielhaus in der Holtenauer Straße startete 1907 als Kleines Theater mit Lustspielen, Operetten und Possen; später wurde es nach Krieg und Wiederaufbau zum festen Bestandteil der Kieler Schauspielszene. Zwischen 1996 und 1998 erfolgte eine umfassende Sanierung, um moderne Ansprüche an Technik, Raum und Publikumsorientierung zu erfüllen. Zu den festen Wurzeln des Theaters gehört auch das Engagement für das lokale Publikum: Mit Jugendprogrammen, Vermittlungsformaten und Stadtprojekten wirkt das Haus bewusst in die Gesellschaft hinein. Schauspiel, Musik und Tanz werden hier auch zum Mittel des kulturellen Austauschs – getragen von einem Ensemble von rund 500 Beschäftigten und getragen durch Kooperationen mit Freundesvereinen und Stiftungen.
Ein Besuch im Theater Kiel heißt, in Räume einzutreten, die Geschichte atmen und zugleich gegenwärtige Impulse vermitteln. Hier treffen Akustik, Architektur und Intention aufeinander, um künstlerische Vielfalt und kulturelle Teilhabe erlebbar zu machen.
















