In „Joseph Beuys. Bewohnte Mythen“ öffnet die Kunsthalle Tübingen einen Raum für Mythos, Material und Metapher – eine intensive Werkschau an der Schnittstelle zwischen Kunst und Leben.

Die Ausstellung „Joseph Beuys. Bewohnte Mythen“ spannt vom 8. November 2025 bis zum 8. März 2026 einen weiten Bogen durch das vielschichtige Werk des Künstlers. In über 100 Exponaten  darunter Zeichnungen, Skulpturen, Aktionen sowie Filme – treten die mythologischen, sozialen und künstlerischen Impulse zutage, die Beuys’ Lebenswerk durchziehen. Dabei wird nicht nur der Einzelkünstler gezeigt, sondern sein Wirken im Kontext von Nachkriegskunst, Ritual und Gemeinschaft betrachtet.

Ein wichtiger Akzent liegt auf der „sozialen Plastik“ – dem von Beuys geprägten Begriff, nach dem Kunst sich nicht auf das Objekt reduziert, sondern Gesellschaft formen kann. In dieser Ausstellung wird sichtbar, wie Beuys mit Materialien wie Fett, Filz, Holz und Kupfer arbeitete, Symboliken entwarf und seine Rolle als Künstler-Heiler inszenierte.
Die Kunsthalle Tübingen verknüpft sein Œuvre mit Werken von Weggefährtinnen und Zeitgenossinnen – etwa von Willi Baumeister, Hermann Nitsch oder Meret Oppenheim –, um das Netz aus Einflüssen und Ideen erfahrbar zu machen.

Wer diese Ausstellung besucht, betritt nicht nur eine Retrospektive, sondern eine Einladung, die Grenzen von Kunst, Ritual und Gesellschaft neu zu erkunden — eine immersive Auseinandersetzung mit Bildern, Zeichen und Möglichkeiten.
8. November 2025 bis 8. März 2026

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