Ein kraftvoller Klangkörper am Rande der Altstadt: Das Konzerthaus Freiburg verbindet musikalische Vielfalt mit städtischem Alltag auf eindrucksvolle Weise.

Mit seiner Eröffnung im Jahr 1996 wurde das Haus im Herzen von Freiburg im Breisgau nach einem Entwurf von Architekt Dietrich Bangert eingeweiht – und zwar inmitten angeregter Debatten über Stadtentwicklung, Kosten und kulturelle Prioritäten. Zwar wurde das Projekt kontrovers diskutiert, doch heute gilt das Gebäude als bedeutender Raum für Konzerte, Tagungen und Begegnung.

In seinem Inneren liegt der 1.700 +-Plätze große Rolf-Böhme-Saal – ein Saal, der mit amerikanischer Kirsche getäfelt, mit flexibler Bestuhlung und verstellbaren Rang-Elementen ausgestattet ist. Hinzu kommen kleinere Säle und Tagungsräume, die dem Haus eine bemerkenswerte Vielseitigkeit verleihen.
Architektonisch setzt das Konzerthaus bewusst auf Integration: Die Fassaden greifen die Blockstruktur der Umgebung auf, große Glasflächen verbinden Innen und Außen, das Foyer öffnet sich einladend – nicht als monumentaler Tempel, sondern als nutzbarer, städtischer Ort.

Wer das Konzerthaus besucht, läuft durch eine moderne Eingangshalle, spürt den urbanen Puls von Freiburg und betritt zugleich einen Raum, in dem Musik und Raumgestaltung in Dialog treten – die Stadt dringt ein, Stille entsteht, Klang entfaltet sich. Kurz gesagt: Das Konzerthaus Freiburg ist kein abgeschlossener Kulturpalast, sondern ein offenes Haus im städtischen Alltag, das mit seiner Architektur, seiner Akustik und seinem urbanen Standort gleichermaßen überzeugt.

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