Grosse Leute auf der Suche nach dem Wesentlichen. Eine aussergewöhnliche Theaterbegegnung zwischen Basel und Zürich
Manchmal braucht es eine Reise zu den Sternen, um die Welt auf der Erde besser zu verstehen. Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz” erzählt seit Generationen von Freundschaft, Liebe, Einsamkeit und der Sehnsucht nach Verbundenheit. Nun wird der literarische Klassiker zum Ausgangspunkt eines besonderen Theaterprojekts: Am 14. November 2026 feiern das Theater Basel und das Schauspielhaus Zürich eine gemeinsame Doppelpremiere – mit zwei ganz unterschiedlichen Blickwinkeln auf eine Geschichte, die bis heute nichts von ihrer Magie verloren hat.

Michael Klammer © Christian Knörr
Schauspielhaus Zürich: „Der kleine Prinz”
Am Schauspielhaus Zürich bringt Regisseur Antú Romero Nunes „Der kleine Prinz” auf die Pfauenbühne. Der kleine Reisende verlässt seinen Asteroiden B612, auf dem eine Rose, ein Schaf und einige Affenbrotbäume seine Welt bilden. Auf seiner Reise von Planet zu Planet begegnet er sonderbaren Bewohnern und entdeckt auf der Erde eine faszinierende Vielfalt an Lebewesen. Doch mit jeder Begegnung wächst seine Sehnsucht nach seiner Rose und seiner Heimat. Nunes verwandelt die zeitlose Erzählung in eine fantasievolle, interstellare Reise für alle Generationen. Es ist zugleich seine Rückkehr ans Schauspielhaus Zürich, dreizehn Jahre nach „Alice im Wunderland”.
Premiere 14. November 2026
Folgetermine: 16., 22. und 29. November; 6., 11., 13., 15., 17., 26., 27. und 31. Dezember 2026; 3. Januar 2027
www.schauspielhaus.ch

Thomas Niehaus © Christian Knörr
Theater Basel: „Kleine Prinzen”
Ganz anders nähert sich das Theater Basel dem Stoff. Mit „Kleine Prinzen” von Lucien Haug entsteht unter der Regie von Antú Romero Nunes eine Uraufführung, die den Mythos in eine geheimnisvolle Dorfgeschichte überführt. In Niederschmetterlingen, einem kleinen Ort am Rande einer Wüste, bereitet eine Laienbühne seit dreissig Jahren die Aufführung des „Kleinen Prinzen” vor. Doch kurz vor der Jubiläumspremiere verschwindet der Hauptdarsteller spurlos. Drei Kommissäre beginnen zu ermitteln und stossen auf ein lange verdrängtes Geheimnis: den Verlust eines Kindes, eine tragische Jugendliebe und die Sehnsucht eines Sohnes nach den Sternen. Michael Klammer, Thomas Niehaus und Jörg Pohl verkörpern dabei gleich ein ganzes Dorf.
Uraufführung 14. November 2026
Folgetermine: 3., 6., 11., 18. und 26. Dezember 2026; 3. und 29. Januar; 6. und 7. Februar; 15. März; 11. April; 2., 7. und 31. Mai 2027
www.theater-basel.ch
Zwei Inszenierungen, zwei Welten – und doch verbindet sie eine gemeinsame Frage
Wonach suchen wir eigentlich, wenn wir uns auf den Weg machen? Während Zürich die poetische Fantasie des Originals feiert, entdeckt Basel hinter der bekannten Geschichte menschliche Abgründe, Erinnerungen und unerfüllte Sehnsüchte.
Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, beide Produktionen an ausgewählten Tagen miteinander zu verbinden. Am 14. November, 6. Dezember 2026 und 3. Januar 2027 gibt es kombinierte Vorstellungen mit ausreichend Zeit für die Bahnfahrt zwischen Zürich und Basel. So wird aus zwei Theaterabenden eine gemeinsame Reise durch unterschiedliche künstlerische Universen.
Vielleicht liegt genau darin der Zauber dieses Projekts: Der kleine Prinz ist längst erwachsen geworden – und wir sind noch immer auf der Suche nach dem, was wirklich zählt.

Jörg Pohl © Christian Knörr















