Mit dem französischen Pianisten Lucas Debargue präsentieren die Stuttgarter Philharmoniker  einen Konzertabend voller rhythmischer Energie. Unter der Leitung von Andrey Boreyko erklingen Werke von Josef Suk, Maurice Ravel und Dmitri Schostakowitsch.

Den Auftakt bildet Josef Suks „Scherzo fantastique“ op. 25. Der tschechische Komponist, der zugleich Schüler und Schwiegersohn Antonín Dvořáks war, verbindet in diesem Werk spätromantische Klangfülle mit einer lebendigen rhythmischen Gestaltung. Überraschende musikalische Wendungen, tänzerische Passagen und eine farbenreiche Instrumentation verleihen der Komposition ihren fantasievollen Charakter.

Im Mittelpunkt des ersten Konzertteils steht Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur. Das zwischen 1929 und 1931 entstandene Werk gehört zu den bedeutendsten Klavierkonzerten des 20. Jahrhunderts und zeigt Ravels außergewöhnliches Gespür für musikalische Klangfarben. Einflüsse des Jazz verbinden sich mit klassischer Formgestaltung und einer virtuosen Klavierpartie. Besonders der langsame Mittelsatz beeindruckt durch seine weitgespannte, scheinbar schwebende Melodie. Den Solopart übernimmt Lucas Debargue, der seit seinem Erfolg beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb 2015 international große Aufmerksamkeit genießt.

Mit Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 6 in h-Moll op. 54 folgt ein Werk von ungewöhnlicher musikalischer Dramaturgie. Die 1939 entstandene Sinfonie beginnt mit einem ausgedehnten, nachdenklichen Largo, das von einer ernsten und teilweise bedrückenden Atmosphäre geprägt ist. Darauf folgen zwei deutlich kürzere, rhythmisch lebendige Sätze, die mit ihren scharfen Kontrasten und ihrem teilweise ironischen Charakter einen überraschenden Gegenpol bilden.

Andrey Boreyko und die Stuttgarter Philharmoniker verbinden mit diesem Programm drei eigenständige musikalische Handschriften. Zwischen spätromantischer Fantasie, französischer Klangkunst und sowjetischer Sinfonik entsteht ein Konzertabend, der die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten des Orchesters eindrucksvoll zur Geltung bringt.
26. Januar 2027

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