Mit Tyll widmete Daniel Kehlmann der mittelalterlichen Narrenfigur Till Eulenspiegel einen ganzen Roman. Für die Schweizer Erstaufführung nahmen sich Regisseurin Corinna von Rad, Musiker Jürg Kienberger und ihr Team dieses Stoffes an. Schlaglichtartig und mit viel Musik nähern sie sich Tylls Welt, die von Tod und Schrecken gezeichnet ist. Aber Tyll und seine Geschichten überleben.
Die Welt in Tyll ist aus den Fugen. Der Dreissigjährige Krieg ist ausgebrochen, Europa wird von Seuchen, Gewalt und religiösem Fanatismus heimgesucht. Durch dieses apokalyptische Wimmelbild streift Tyll Ulenspiegel; Müllersohn, Seiltanzvirtuose und dämonischer Schalk. Mehr als einmal springt er dem Tod von der Schippe. Tyll hat entschieden, nicht zu sterben und seine Geschichten für immer weiterzuerzählen. Und weil Erzählungen das Weltgeschehen vorantreiben und die Vergangenheit immer wieder zu neuem Leben erwecken, wird auch der ewig erzählende Tyll zu einer untoten Figur.
In ihrer Romanbearbeitung widmen sich Regisseurin Corinna von Rad, Musiker Jürg Kienberger und die Schauspielenden dieser wundersamen Geschichte, die zeigt: Das Lachen und das Erzählen überdauern jede eingestürzte Ordnung.
Premiere 27. November
weitere Aufführungen: 7., 16. und 22. Dezember 2025, 4. und 29. Januar, 11. Februar 2026















